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Industrie 4.0 – Integration statt Insellösungen mal anders

„Industrie 4.0“ ist in aller Munde, doch für Viele ist dieses Konstrukt nur eine weitere leere Worthülse im Begriffs-Wirrwarr der modernen Wirtschaftswelt. Der Versuch, sich einer so weit gefassten und gleichzeitig so unterschiedlich verstandenen Begrifflichkeit wie Industrie 4.0 zu nähern, kann daher nur anhand konkreter Anwendungsfälle gelingen und mittels Beispielen tatsächlich greifbar gemacht werden. An welchen Stellen in der Praxis finden wir Industrie 4.0 also konkret wieder?

Das alles kann Industrie 4.0 sein…
…wenn Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren oder Maschinen bei Bedarf selbst eine Reparatur veranlassen - wenn sich Menschen und Maschinen untereinander in industriellen Prozessen intelligent vernetzen und wenn technische Barrieren im Sinne eines ganzheitlichen Systems abgebaut werden, dann sprechen wir von Industrie 4.0. im Sinne industrieller Prozesse.

In der sog. Industrie 4.0 stehen viele unterschiedliche Elemente und Datenquellen miteinander im Austausch; Über allem steht der Gedanke der Vernetzung und Integration.

Quelle: http://www.techtag.de/wp-content/uploads/2014/01/Indutsirie40.jpg

 

Industrie 4.0 - Anwendungsbeispiele:

Integration von Echtzeitdaten aus verschiedenen Quellen

Daten lassen sich aus verschiedensten Quellen in Echtzeit zusammenführen, z.B. aus einem ERP System, aus der Software einer Maschine, aus dem Internet und aus einem Controlling Tool. Über die zusammengeführten Informationen kann die Maschinensteuerung intelligenter erfolgen - wenn z.B. entsprechende Vorprodukte später als geplant geliefert werden, kann die Maschine von sich aus ggf. langsamer, aber dafür verschleißärmer fahren.

Vernetzung von Mensch, Maschine, Objekten und ITK-Systemen

Unterschiedliche Elemente bzw. Datenarten müssen nicht mehr separat betrachtet werden. Die bisher häufig scharfe Trennung zwischen unterschiedlichen Datenarten wird damit aufgelöst. Angestrebt wird einmal mehr ein ganzheitlicher Arbeitsprozess unter Berücksichtigung der Mensch-Maschine-Schnittstellen. Die generelle Roboter-Mensch-Zusammenarbeit, „Picking-Per-Voice“ als Kommissionier-System, Datenbrillen, biometrische Kontrollen z. B. bei Müdigkeit des Fahrers oder Schweißzertifikatsprüfungen vor dem Setzen einer Schweißnaht sind nur einige der Beispiele aus der Praxis.

Verbesserungspotentiale identifizieren und nutzen

Durch eine sog. „lessons learned“-Integration lassen sich Optimierungsmöglichkeiten bei der Produktion erkennen und umsetzen. Selbstoptimierende Prozesse (Lernende Systeme) stellen darauf aufbauend die nächste Stufe in der Evolution industrieller Prozesse dar. Um bspw. Durchlaufzeiten, Materialverluste oder den Energieverbrauch bei der Fertigung zu minimieren, sollen Produktionssystemen feine Messtechniken eingebaut werden, die an die Maschinensteuerung detailliert Rückmeldung über den Output der Maschine geben können. Die Maschine lernt dadurch, die Produktion hinsichtlich definierter Systemziele zu optimieren.

Auflösung von Prozessbrüchen

Prozessbrüche zwischen kaufmännischen und technischen Teilprozessen werden aufgehoben. Das Ziel ist eine ganzheitliche Prozesssicht ohne Brüche und unabhängig von Datenarten, Techniken und Funktionen. So kann eine Maschine z.B. direkt und automatisch, fertiggestellte Produkte an das ERP-System melden, sodass dieses stets auf dem aktuellen Stand ist und damit auch parallel eine mitlaufende Kalkulation geführt werden kann.

Automatisierung im Dokumentenmanagement

Bislang wurden im Unternehmen eingehende Rechnungen häufig zunächst durch die "Hauspost" persönlich an die jeweils zuständige Abteilung weitergegeben. Dort hat der verantwortliche Mitarbeiter die Rechnung dann geprüft, d.h. manuell mit dem Ursprungsbeleg (Angebot/Auftragsbestätigung) abgeglichen und wiederum an die Buchhaltung weitergegeben. Im Zeitalter von Industrie 4.0 besteht die Möglichkeit, eingehende Rechnungen (teil-)automatisiert zu erfassen, zu prüfen und freizugeben. Mittels vordefinierter Arbeitsabläufe übernimmt die Dokumentenmanagement Software den Großteil der Arbeit. Vorab definierte Workflows und Dokumentenverteilregeln mit Prüf- und Freigabemechanismen nehmen eine zentrale Rolle ein, die über den Bereich des Rechnungseingangs hinausreicht. Sämtliche wiederkehrende Standard-Abläufe eines Unternehmens lassen sich hierüber (teil-)automatisiert steuern, so z. B. auch Freigabeprozesse im Wareneinkauf oder die Prüfung und Freigabe von Urlaubsanträgen durch Abteilungsleiter sowie die Personalabteilung.

 

GSD Software® und Industrie 4.0

Wenn wir die genannten Punkte im Detail betrachten, stellen wir fest, dass sich alles um Ganzheitlichkeit und die Integration verschiedenartiger Elemente dreht. Genau diese Zusammenführung logisch inhaltlich zusammengehöriger Dinge, die bisher aufgrund technologischer Barrieren voneinander getrennt waren, entspricht der Philosophie von GSD Software®. „Integration statt Insellösungen“ lautet unser Credo und das beziehen wir nicht nur auf Software. Prozessberatung im Sinne von Prozessanalyse, Prozessoptimierung und Prozessdokumentation, passgenaue Softwarelösungen und die erforderlichen Hardware-Komponenten sind die Leistungen, die Sie von GSD Software® und unseren Partnern beim Stichwort „Industrie 4.0“ erwarten dürfen – und das gerne als Komplettpaket!

Praxisbeispiel: GSD Partner Apandia realisiert digitale Nebenkostenabrechnung für den Flughafen Bremen

Neben GSD Software® gilt auch unser Partner Apandia als Experte auf dem Gebiet der Digitalisierung industrieller Geschäftsprozesse. Das IT Beratungshaus aus Bremen setzte für die im Flughafen Bremen eingemieteten Geschäfte und Organisationen eine digitale Nebenkostenabrechnung mit komplexen Anforderungen um. Eine detaillierte Beschreibung zum Projekt finden Sie im nachfolgenden Beitrag: Digitale Nebenkostenabrechunung - Flughafen Bremen