Nutzen Sie Ihre Chance...

...und bewerben Sie sich jetzt!

Fachinformatiker/-in

Ausbildung - wo und wie?

Die Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in dauert drei Jahre und zählt zu den vier neuen IT- Ausbildungsberufen im dualen System (Berufsschule und betriebliche Ausbildung).
Für alle diese Berufe werden gemeinsame Kernqualifikationen (Ausbildungsbetrieb, Geschäfts- und Leistungsprozesse, Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken, IT-Produkte und Märkte, Herstellen und Betreuen von Systemlösungen) vermittelt, die durch die berufsbezogenen Fachqualifikationen ergänzt werden.
Fachinformatiker werden in einer von zwei Fachrichtungen ausgebildet: Anwendungsentwicklung oder Systemintegration.
Anwendungsentwickler werden auf den Bereich IT-Systeme, Datenbanken und Kundenspezifische Anwendungslösungen spezialisiert. Auszubildende in der Systemintegration legen den Schwerpunkt auf - wie der Name schon sagt - Systemintegration und Service. Genauere Informationen, wo eine solche Ausbildung absolviert werden kann, sind beim Arbeitsamt, im Berufsinformationszentrum oder bei einem Ausbildungsbetrieb zu bekommen.

Wer ist besonders geeignet?

Wie in allen neuen IT-Ausbildungsberufen ist auch für die Ausbildung zum Fachinformatiker keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Üblich sind allerdings Mittlere Reife oder Abitur. Wie in jedem Datenverarbeitungsberuf sollten Bewerber auch mehr als ausreichende Kenntnisse in Mathematik besitzen. Wenn man bedenkt, dass fast alle Fachbegriffe in der IT-Welt englisch sind und zusätzlich viele Betriebsanleitungen und Programmbeschreibungen nur in englischer Sprache aufgetrieben werden können, sind gute Fähigkeiten in dieser Sprache wichtig.

Dies bestätigt Ralf Klasner, Ausbildungsleiter bei Lufthansa Systems: "Fast ausschließlich stellen wir Abiturienten ein. Voraussetzung ist Fachabitur. Wir achten besonders auf gute Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch. Wir begrüßen es, wenn sich Bewerber außerhalb der Schule engagieren."
Frank Schröder, Auszubildender bei der GFK für die Fachrichtung Systemintegration gibt seinen Tipp für Ausbildungswillige: "Die Mathe-Note ist nicht unbedingt entscheidend, aber technisches Interesse und Verständnis sind wichtig. Die Devise lautet, Spaß am Neuen haben, mit dem uns die IT-Branche fast täglich überrascht."

Was müssen Fachinformatiker können?

Aufgrund des breiten Aufgabenspektrums ist es nicht verwunderlich, dass Fachinformatiker nicht nur der Umgang mit Computern, sondern auch mit Menschen faszinieren muss.
Denn die entwickelte Softwarelösung muss dem Kunden präsentiert werden, und da ist Kommunikationsfähigkeit gefordert. Ein Kunde will beispielsweise sein Unternehmen mit einem neuen IT-System aufrüsten. Fachinformatiker überlegen sich nun, wie sie diese spezifischen Wünsche und Ideen im Hard- und Softwarebereich mit den anderen Spezialisten zusammen verwirklichen können. Teamarbeit ist also angesagt, denn die zu bewältigenden Aufgaben müssen verteilt werden.
Die "Anwendungsentwickler" befassen sich im Bereich der IT-Systeme mit dem Beurteilen von Rechnerarchitekturen und der Entwicklung, Anpassung und Netzintegration von Software. Im Bereich der kundenspezifischen Anwendungslösungen beinhaltet der Lehrplan Themen wie die softwarebasierte Präsentation, technisches Marketing, kundenspezifische Anpassung und Pflege der Software. Außerdem werden Fachinformatiker mit Fachaufgaben in bestimmten Einsatzgebieten betraut, so in den Gebieten kaufmännische, technische, mathematisch-wissenschaftliche, Experten- oder Multimedia-Systeme.
Diese Fachaufgaben setzen Kenntnisse über Produkte, Prozesse und Verfahren voraus und erlauben die eigenständige Planung, Durchführung, Kontrolle und Qualitätssicherung verschiedener Projekte.
Als Fachkraft für Systemintegration wird man im Gebiet Systemintegration über die Themen Systemkonfiguration, Netzwerke, Systemlösungen und die Einführung von Systemen informiert. Ein weiterer Teil der Tätigkeit betrifft den Servicebereich. Hier werden Benutzer unterstützt, Fehleranalyse betrieben, Störungen beseitigt.
Die Ist-/Soll-Analyse in Sachen Hardware, Betriebs- und Server-Software unter Berücksichtigung von Kostengründen ist etwas, das ausgebildete Fachinformatiker schließlich nahezu schlafwandlerisch leisten können. Was beide Fachrichtungen gemeinsam haben, ist die Projektbezogenheit schon in der Ausbildung: "In zweien meiner bisher durchgeführten Projekte habe ich jeweils ein Produkt entwickeln können: Einmal ein Java-Servlet, das es erlaubt, Informationen aus einem Datawarehouse über das Internet abzurufen. Neben dem Programmieren gehörte auch hier die Präsentation des Produktes zu meinen Aufgaben", beschreibt Christoph Fritz, Auszubildender der Fachrichtung Anwendungsentwicklung bei Lufthansa Systems, einen Teil seiner Ausbildung.

Fachinformatiker/-in
Fachrichtung Systemintegration

Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration planen und konfigurieren Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik, wie zum Beispiel vernetzte Systeme einschließlich aller Hard- und Softwarekomponenten. Als Dienstleister im eigenen Haus oder beim Kunden richten sie diese Systeme entsprechend den Kundenanforderungen ein und betreiben und verwalten sie. Dazu gehört auch, dass sie bei auftretenden Störungen die Fehler systematisch und unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme eingrenzen und beheben.

Fachinformatiker/-in
Fachrichtung Anwendungsentwicklung

Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung kennen und verstehen die betrieblichen Abläufe. Sie sind in der Lage, im eigenen Haus oder beim Kunden anforderungsgerechte Softwarelösungen vorzuschlagen und zu realisieren. Sie testen und passen bestehende Anwendungen an und entwickeln anwendungsgerechte Bedienoberflächen. Ebenso beheben sie Fehler und beraten und schulen Anwender.


Voraussetzungen: Mittlere Reife (bevorzugt FOS, Abitur)
Ausbildungszeit: 3 Jahre
Berufsschulort: Bayreuth
Ausbildungsart: Blockschule