Freitag, 16.05.2008

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IT-System-Elektroniker/-in

Im Bereich Computersysteme tätige IT-System-Elektroniker/innen arbeiten vor allem bei System- und Softwarehäusern, Herstellern von Hard- und Softwaresystemen, aber auch bei Unternehmen mit eigener IT-Abteilung. Sie planen, kalkulieren, installieren und konfigurieren Computer und Computersysteme aller Größen.
Dazu gehört es, sich um die Stromversorgung zu kümmern, Betriebssysteme zu implementieren, Fehler zu suchen und zu beseitigen und Betriebspersonal und Nutzer zu schulen. Sind IT-System-Elektroniker/innen bei einem IT-Anbieter-Unternehmen beschäftigt, beraten sie Kunden über die Einsatzmöglichkeiten von Computersystemen, passen Hard- und Software vorhandener Systeme an Kundenwünsche an, nehmen das Computersystem beim Kunden in Betrieb und sorgen später für den Support bei Anwenderfragen und technischen Problemen. Sie prüfen außerdem immer, ob die elektrischen Schutzbestimmungen eingehalten wurden.

Wer ist besonders geeignet?

Wie in allen anderen neuen IT-Ausbildungsberufen ist auch für die Ausbildung der Systemkaufleute keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Üblich sind jedoch Mittlere Reife oder Abitur. Um einen Alltag als IT-System-Elektroniker zu meistern, sollten vor allem zwei Dinge vorhanden sein: Technikbegeisterung und Freude am (beratenden) Umgang mit Kunden. Interesse an Datenverarbeitung und Elektronik verstehen sich von selbst.
Wenn man also meint, eine Bus-Taktfrequenz sage etwas darüber aus, wie oft ein Verkehrsmittel an einer Haltestelle vorbeikommt, ist das noch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Aber EDV-Vorkenntnisse sind natürlich nicht von Nachteil. Zumindest sollten Interessenten dieses Berufes über die neuesten Computer oder Programme auf dem Markt Bescheid wissen.
Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und organisatorischen Problemstellungen dürfen jedoch auf keinen Fall fehlen. Denn die Fähigkeit zu planender, organisierender Tätigkeit und zum kaufmännischen Denken sind ebenso gefragt wie die Fähigkeit zu analysierendem, abstrahierendem und systematisierendem Denken.
Nicole Wagner fasst ihre Erfahrungen aus der inzwischen beendeten Ausbildung bei Siemens zusammen: "Natürlich ist ein Faible für Technik nötig. Computerzeitschriften lesen sollte daher keinem lästig sein. Wegen des neuen Zuschnitts dieses IT-Ausbildungsberufes braucht man aber auch ein breites Allgemeinwissen. Und das kann nur durch Eigeninitiative, persönliches Interesse und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen erworben werden. Die Verantwortung kann nicht auf die Schule oder die Lernwerkstatt abgeschoben werden. Noch besser ist es, schon einmal ein Praktikum in der Branche absolviert zu haben.“


Was müssen IT System-Elektroniker/-innen können?

Die "elektronische" Seite steht bei diesem Beruf im Vordergrund. IT-System-Elektroniker planen, installieren und konfigurieren auf den Kunden zugeschnittene IT-Systeme und Kommunikationsnetze, einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke, also Computer-Netzwerke, Mobilfunk- und Festnetze oder Alarm- und Sicherheitssysteme. Sie bauen zudem die Systemkomponenten zusammen und stellen die Geräte auf, wobei sie ergonomische Gesichtspunkte bei der Aufstellung der Geräte mit ins Kalkül ziehen müssen.
Leitungen und Stromversorgung zu installieren und die elektrischen Schutzmaßnahmen zu prüfen, gehört auch zu ihren Aufgaben. Außerdem führen sie Wartungsarbeiten an diesen Geräten durch, weisen Benutzer in die Bedienung der Systeme ein und rechnen Serviceleistungen ab. Wie ein konkreter Arbeitsalltag aussehen kann, berichtet Nicole Wagner, IT-System-Elektronikerin bei Siemens in der Fachabteilung Client-Serversysteme: "Ich war in der Netzwerkadministration hauptsächlich im Support beschäftigt, wo ich fast täglich einen neuen Auftrag bekam, zum Beispiel das Installieren von Rechnern im Netz. Dann bereitete ich die Rechner vor, installierte sie vor Ort, nahm sie in Betrieb, lud die zugehörige Software und gab dem Anwender eine kurze Einführung. Oft war ich mit Fehlersuche und -beseitigung beschäftigt. Auch bei der Hotline war ich mit von der Partie. Das Schöne am Tagesgeschäft ist, dass man viel mit anderen Leuten zu tun hat."
Daraus ergibt sich natürlich, dass Kommunikationsbereitschaft und Flexibilität im Umgang mit ständig neuen Problemstellungen für IT-System-Elektroniker wichtig sind. Ideal wäre es, wenn logischem Denkvermögen die Fähigkeit gegenübersteht, sich auf die Probleme, Wünsche und Eigenarten von Anwendern und Kunden einstellen zu können. Teamfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft gehören ebenfalls dazu. Sorgfältige Arbeit und kommunikatives Geschick sind Voraussetzung für die Kundenzufriedenheit und Bindung an das Unternehmen. Sich dem lebenslangen Lernen nicht zu verschließen, ist überlebensnotwenig in der IT-Branche, was Nicole Wagner bestätigt: "Weiterbildungen werden bei Siemens ständig angeboten. Dauernd ändern sich die technischen Möglichkeiten. Da muss man auf dem Laufenden bleiben."

Wo finden System-Elektroniker Jobs?

Die Nachfrage nach IT`s ist groß in der Wirtschaft. IT-System-Elektroniker finden wie die übrigen Berufe im Kernbereich IT-Systeme (Installation, Service, Support) Arbeit bei System- und Softwarehäusern, Herstellern von Hardware- und Softwaresystemen, Service-Providern, Betreibern von Kommunikationsnetzen, Mobilfunkanbietern und Telekommunikationsunternehmen sowie bei Anbietern von Alarm- und Sicherheitssystemen. Es kommen bei entsprechender Weiterorientierung oder -bildung auch weitere Tätigkeitsbereiche in Betracht, wie zum Beispiel Elektronik-Service, technischer Kundendienst, Software-Technologie, Technische Informatik (Assistenzberufe), Anwendungsorientierte Betriebsinformatik, Elektronik-Prüffeld, Elektronik-Fertigung, Technische Assistenz, Dokumentation, Publikation, Beschaffung, Einkauf, Vertrieb, Handel, Pädagogik und Bildungswesen.


Voraussetzungen: Mittlere Reife (bevorzugt FOS, Abitur)
Ausbildungszeit: 3 Jahre
Berufsschulort: Bayreuth
Ausbildungsart: Blockschule


Success Stories:

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